PERMAGLIDE® P21 Gleitlagerbuchsen
Individuelle Lagerspiele durch gezielte Nachbearbeitung
PERMAGLIDE® P21 basiert auf einem Stahlträger mit offenporiger Sinterbronze-Zwischenschicht und einer PVDF/ PTFE-basierten Gleitschicht mit Bleianteil. Die Gleitschicht ist mit Schmiertaschen ausgestattet und verfügt über eine Bearbeitungszugabe von ca. 0,15 mm, wodurch individuelle Lagerspiele und Toleranzanpassungen zuverlässig realisiert werden können.
Wie alle gerollten PERMAGLIDE® Buchsen besitzen auch P21-Buchsen eine Stoßfuge. Die Fixierung
erfolgt durch Einpressen in eine Lagerbohrung, üblicherweise in H7-Passung. Im unverpressten Zustand können
die Buchsen leicht unrund sein; nach dem Einpressen übernimmt die Gehäusebohrung die Rundform und die Stoßfuge
schließt sich unter Pressung.
Die Maßausführung entspricht DIN ISO 3547-1, Form C.
Standardmäßig verfügen P21-Buchsen über ein Schmierloch.
Katalogabmessungen
PERMAGLIDE® P21 steht ausschließlich als Sonderanfertigung zur Verfügung.
Durchmesser
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Für Durchmesser >100 mm bis <310 mm fertigen wir Buchsen kurzfristig nach Ihren Vorgaben.
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Für noch größere Abmessungen liefern wir Lagerschalen bis zu einer Bogenlänge von 1.000 mm.
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Kleinere Durchmesser sind technisch möglich, erfordern jedoch spezielle Umformwerkzeuge, die zusätzliche Kosten verursachen.
Nach dem Einpressen können P21-Buchsen spanend auf das benötigte Bohrungsmaß bearbeitet werden – ideal zur Korrektur von Fluchtungsfehlern oder für besonders enge Toleranzen.
Wandstärken
Aktuell steht für Sonderbuchsen die Wandstärke 2,6 mm zur Verfügung.
Das Material ist im Durchschnitt ca. 0,15 mm dicker als P20 und ermöglicht daher eine gezielte
mechanische Nachbearbeitung.
Breiten
Auf Basis des verfügbaren Rohmaterials können Buchsen bis zu einer Breite von 180 mm hergestellt
werden.
In der Praxis ist es häufig sinnvoller, zwei kürzere Buchsen mit Abstand hintereinander einzubauen,
anstatt eine überlange Ausführung zu verwenden.
Schmierloch
Da P21 ein wartungsarmer, aber schmierungspflichtiger Werkstoff ist, sollte die Buchse in der Regel
ein Schmierloch besitzen.
Zur Kostenoptimierung kann darauf jedoch verzichtet werden:
Nach dem Einbau wird dann einfach über den Schmierstoffkanal abgebohrt – das Ausrichten entfällt, und die
Nachschmierbarkeit ist dennoch gewährleistet.
Toleranzen
Alle Standardabmessungen richten sich nach DIN ISO 3547.
Für Sonderanfertigungen können individuelle Toleranzen jederzeit über eine Zeichnung definiert werden.
Weitere Bearbeitungsmöglichkeiten
Wir bieten eine Vielzahl zusätzlicher Bearbeitungen an:
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Einbringen von Bohrungen
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Einbringen von Schmiernuten
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Anbringen von Ausklinkungen
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Einpressen in Baugruppen
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Ausdrehen der Bohrung / Anfertigen eines Absatzes
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Rollen mit Gleitschicht außen
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Vergrößern der Stoßfuge
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Lieferung als Halbschalen