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Sinterbronze Lieferprogramm

Die Mischung macht es

Bronze wird verflüssigt und zerstäubt. Das so gewonnene Pulver wird in einer Form zu einem Fertigteil gepresst und anschließend "gebacken". Diesen Prozess nennt man sintern und daher den porösen Werkstoff dann Sinterbronze. Die bei der Fertigung übrig bleibenden Poren werden noch mit Öl gefüllt. Die Buchse funktioniert eingebaut dann auch wie ein Schwamm – das Öl wird in einem Kreislauf an die rotierende Welle abgegeben und in der Lastzone wieder in die Buchse zurückgedrückt. Ein wichtiger Faktor hierbei ist die Gleitgeschwindigkeit – Sintergleitlager sollten weder zu hohen noch zu niedrigen Geschwindigkeiten ausgesetzt werden, sonst kann sich kein Schmierfilm an der Welle bilden und die Buchsen werden stark abgenutzt. Ist die Bewegung jedoch konstant, erhöht sich die Lebensdauer der Lager erheblich. Bei richtigem Einsatz sind Sintergleitlager lange haltbar und verursachen so wenig Arbeitsaufwand und Kosten.

Die Werkstoffbezeichnung bei Sintermaterialien nach DIN 30910 besteht aus einem Buchstaben für die Raumerfüllung gefolgt von einer zweistelligen Zahl für die Legierung. 

Auszug:

Kenn-
buchstabe
Raumerfüllung
Rx in %
Einsatzgebiet
A 75 Gleitlager
B 80 Formteile mit Gleiteigenschaften
C 85 Formteile
D 85 Formteile
1. Kennziffer Legierung
0 Sintereisen, <1% Cu
1 Sinterstahl, 1% bis 5% Cu
2 Sinterstahl, >5% Cu
3 Sinterstahl, andere Legierungselemente <6%
4 Sinterstahl, andere Legierungselemente >6%
5 Sinterbronze, Cu >60%
6 Sinterbuntmetalle außerhalb Kennziffer 5
7 Sinterleichtmetalle, z.B. Sinteraluminium